Das Café Ritter
Das ehemalige Stammcafe von Ernst Happel wird von Familie Breimaier seit 1997 mit viel persönlichem Engagement betrieben.
Die Atmosphäre im Ritter
wird von den hohen Räumen, den Billard- und Spieltischen geprägt. Spielen ist seit langem Thema im Cafe Ritter: Schach, Billard und vor allem das Kartenspiel haben lange Tradition. Eine Herz sieben verziert, seit sie ein Zauberer an den Plafond befördert hat, das Ritter und wacht sozusagen über die täglichen Bridge, Canaster, Tarock und Jasse Runden.
Die kulinarischen Genüsse im Ritter sind umfangreich: Frühstück auch für Spätaufsteher, Tagesgerichte je nach Saison und die beliebten Kaffeehausklassiker sowie allerlei Süßspeisen und hausgemachte Kuchen. Zu den ausgesprochenen Spezialitäten gehören das Ritter-Pfandl oder Oma´s Rindsgulasch im Topf !

Unsere einmaligen Innenräume mit handgemalten Bildern und traditionellem altwiener Interior.
Das Café Ritter damals
Das Cafe Ritter in
Ottakring ist ein ausgesprochen gepflegtes Cafe für Stammkunden und Spieler: die
Atmosphäre wird von den hohen, sauberen Räumen, deren größte Fläche
Billard- und Spieltische einnehmen - womit sich erklären lässt, warum es
"nur" 80 Sitzplätze gibt -, geprägt. Im fernen Jahre 1905 gegründet,
mittlerweile seit zwei Jahren stilecht und dezent renoviert, ist es der
ideale Ort für nachmittägliche Kartenrunden & Schachpartien, um so
mehr, als der Zigarettenqualm sich in der Weite der Lokalität
verflüchtigt. Die "Hallen" haben etwas Beruhigendes, beinah etwas
Feierliches an sich, und die Fresken an der Wand verstärken diesen
Eindruck noch. Als Außenstehender - das ist ein Nicht-Stammkunde hier-
wird man durchaus freundlich, doch mit einer gewissen Reserviertheit
behandelt; im übrigen verirren sich Bezirksfremde und weniger -kundige
ohnehin eher selten hierher. Durch die vielen Spieler, die das größte
Kontingent des ansonsten "quer durch die Schatulle" - wie es einem guten
Kaffeehaus geziemt - reichenden Publikums stellen, ist das Flair
geschlossener Gesellschaften nicht weiter verwunderlich. Und die
sorgfältig behandelten Billardtische - unabdingbare Voraussetzung für
Liebhaber & Kenner - sind eher dazu geneigt, Dilettanten wie mich
abzuschrecken. Die gängigsten österreichischen Tageszeitungen,
Illustrierte und etliche Wochenmagazine sind hier überdies zu finden;
frühstücken lässt sich ganztägig, und auch sonst gibt es einige kleine
Speisen für den Hunger zwischendurch. Die Preise sind dezent. Ach ja:
eine Freundin berichtete mir von einem, leider außer Betrieb stehenden,
Klopapierspender auf der Damentoilette. Einwurf: 10 Groschen. Da ich aus
verständlichen Gründen besagte Behauptung nicht überprüfen konnte noch
wollte (auch, um meinerseits keinen Anlass zur Vermutung zu liefern,
ich hege Zweifel an der Glaubwürdigkeit besagter Freundin), bitte ich,
mir Glauben schenken zu wollen. Wie gesagt: Einwurf: 10 Groschen.
Text aus dem Buch
"Erweiterte Wohnzimmer"
Leben im Wiener Kaffeehaus

